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Wer sind wir und was wollen wir?

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der ehemalige „Initiativkreis bergbaugefährdeter und –geschädigter Bürger der Bezirke Kirchhellen Mitte, Holthausen und Grafenwald“ führt nach seiner Umbenennung im Jahr 2002 unter der Bezeichnung Initiativkreis bergbaubetroffener Bürger (IBB) in der Rechtsform des eingetragenen und gemeinnützigen Vereins seine Arbeit für den Schutz von Menschen und Umwelt vor bergbaubedingten Schäden fort.

Wir setzen uns dafür ein, schädliche Bodenveränderungen abzuwehren und Vorsorge gegen deren nachteilige Einwirkungen auf Umwelt, Gesundheit, Sicherheit und Sachgüter zu treffen. Zur Erreichung des Vereinszwecks führen wir alle uns nach Recht und Gesetz geeignet erscheinenden Maßnahmen durch - einschließlich juristischer Auseinandersetzungen mit den Schadensverursachern. Wir sind parteipolitisch ungebunden.

Unser Ziel ist nicht die Bergschadensregulierung, sondern die Verhinderung von Schäden.

Wie aus Drucksache 13/2860 der Landesregierung NRW vom 24.07.2002 hervorgeht, weisen vor allem die im Bereich der Rheinaue abbauender Bergwerke Walsum und West, sowie das unter der Kirchheller Heide und dem Hünxer Wald abbauende Bergwerk Prosper-Haniel besondere Umweltbeeinträchtigungspotenziale auf.

Neben dem Saarland ist Nordrhein-Westfalen das einzige Bundesland, in dem Steinkohlebergbau betrieben wird. Auch in Zukunft kann der Steinkohlebergbau in Deutschland nur mittels massiver öffentlicher Subventionen fortgeführt werden, wobei auf europäischer Ebene nach Wegen gesucht wird, einen weiteren sozialverträglichen Abbau des Steinkohlebergbaus ohne Strukturbrüche zu ermöglichen.

Wir sind der Meinung, dass dieser Schrumpfungsprozess zu begleiten ist durch
- Wiedereinführung und technische Verbesserung von Versatzmaßnahmen und
- Abbauverzicht unter Wohngebieten und gefahrenträchtigen Anlagen:

Heimische Steinkohle deckt ab 2007 mit einem Planförderziel von 20 Mio. Tonnen nur noch ca. 4% des deutschen Primärenergiebedarfs, kostet aber das Dreifache der Importkohle. Sie leistet damit keinen Beitrag zur Energiesicherheit, wohl aber zur Verschuldung der öffentlichen Haushalte. Diese sollen nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit im Zeitraum 2006 – 2012 15,870 Mrd. Euro an Beihilfen beisteuern, davon 12,718 Mrd. Euro allein als Absatzhilfen!

Diese Absatzhilfen ermöglichen es einheimischen Bergwerken, ihre Steinkohle den Energieversorgungs-unternehmen zum selben Preis anzubieten wie die ausländischen Produzenten, die ihre Kohle allerdings aus geringeren Tiefen fördern und daher billiger anbieten können. Es ist ein Skandal, dass diese aus Steuergeldern finanzierten Subventionen es den heimischen Bergwerken gestatten, Steuergelder und andere Werte zu vernichten – durch Kohleabbau zu Lasten von Mensch und Natur - ohne Versatz und ohne Schonung schützenswerter Natur- und Siedlungsräume!

Gegen diesen volkswirtschaftlichen und ökologischen Widersinn wehren wir uns – gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Initiativen des Saarlands sowie im Landesverband Nordrhein-Westfalen der Bergbaubetroffenen e.V.

Unterstützen auch Sie bitte unsere Arbeit durch Beitritt (1 Euro pro Monat) oder Spende.
Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich abzugsfähig. Wir erstellen ohne gesonderte Aufforderung eine Spendenquittung.


Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 06. Februar 2010 um 23:20 Uhr
 
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